[Test] Pulsmesser SmartCardio von BeetsBlu

Nicht nur Leistungssportler setzen zur Optimierung ihres Trainings auf messbare Daten. Pulsmesser tragen auch viele Hobbysportler und sie sind hilfreich für Leute, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Puls in einem bestimmten Bereich wissen wollen.

Da auch Camper oft sportlich unterwegs sind - auf Wanderungen, Spaziergängen, mit dem Fahrrad - ist ein Pulsmesser sicherlich für viele Freunde des mobilen Urlaubes interessant.

Im Camping-Checker-Test findet sich aus diesem Grund heute einmal ein Pulsmessgerät - genauer gesagt den BeetsBlu Pulsmesser SmartCardio mit Bluetoothfunktion.

Doch bevor wir uns dieses Gerät genauer anschauen, erst einmal eine kleine Exkursion über Pulsuhren allgemein...



Warum überhaupt einen Pulsmesser tragen?



Vor allem Jogger sieht man häufig mit einer Pulsuhr am Handgelenk - grundsätzlich ist ein Pulsmesser aber für jeden geeignet. Wenn auch einige ein solches Gerät als störend und die Pulsuhr nur als lästiges, piepsendes Überwachungsgerät empfinden, stimmt das so nicht ganz.

Sicher, laufen kann man auch ohne den Puls unter ständiger Kontrolle zu haben. Aber einige Vorteile lassen doch über die Verwendung nachdenken.


Aerob und anaerob?


So hat sich herausgestellt, dass das Training am effektivsten in aeroben Bereich stattfindet.

Aber was heißt das eigentlich?

Nun, aerob bedeutet zunächst einmal nichts anderes, als dass der Körper bei einer sportlichen Betätigung mit mindestens soviel Sauerstoff versorgt wird, wie er braucht. Es kommt dabei nicht zu einem nennenswerten Anstieg des Laktatspiegels.

Das Gegenteil ist der anaerobe Bereich, in dem der Körper mit Sauerstoff unterversorgt wird und der Laktatspiegel ansteigt. Diesen Bereich sollte man möglichst meiden, wenn man effektiv trainieren möchte.


Aeroben Bereich bestimmen


Selbstredend kann man seinen optimalen Herzfrequenzbereich in einer sportmedizinischen Untersuchung exakt feststellen lassen. Für den Otto-Normal-Bürger reicht aber auch eine schlichte Faustformel als grober Anhaltspunkt.

Optimaler Trainingspuls = (220 - Lebensalter) x 65 %


Beispiel: Ein 40-jähriger hat einen optimalen Trainingspuls von (220-40) x 65 % = 117. Bis zu einem Puls von 75 % der maximalen Herzfrequens verläuft das Training im aeroben Bereich, d. h. in dem Falle unseres Beispielsportlers bis zu einem Puls von 135.

Wird nun die Anstrengung durch die sportliche Betätigung zu groß, so dass der Puls über diesen Bereich hinaus geht, gelangen wir in den anaeroben und damit uneffektiven Trainingsbereich.


BeetsBlu Pulsmesser im Test


Wir haben den Pulsmesser von BeetsBlu zum Testen erhalten.

Das Interessante: Per Bluetooth wird der Pulsmesser mit dem Smartphone verbunden und so wird nicht nur der momentane Puls angezeigt, sondern je nach verwendeter App auch die ganze Trainingseinheit aufgezeichnet.

Im Lieferumfang ist neben der nötigen Batterie und einer Bedienungsanleitung sowohl das eigentliche Gerät als auch ein Brustgurt enthalten. Dieser besteht aus einem elastischen und daher sehr dehnbaren Gurt, in dem zwei hautberührende Elektroden eingearbeitet sind. Vorneauf finden wir zwei Druckknöpfe, mittels derer das Gerät befestigt wird.

Der Brustgurt wird sich nun so umgeschnallt, dass der Gerät mittig auf der Brust sitzt und die beiden Elektroden jeweils rechts und links davon. Wichtig: Bei zu trockener Haut kann es sein, dass die Elektroden keinen richtigen Kontakt kriegen. Etwas Feuchtigkeit (Wasser) oder auch spezielles Gel kann hier Abhilfe schaffen.



Kompatible Apps


Nun muss der Pulsmesser noch mit dem Smartphone bzw. einer kompatiblen App verbunden werden. Auf der Homepage von BeetsBlu findet man hierzu eine Reihe empfohlener Apps - welche man letzten Endes auswählt, ist sicher eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Einsatzzweckes.

Für Apple-Nutzer stehen teilweise andere Apps bereit als für Androider. Da ich zur Android-Fraktion gehöre, habe ich mich im GooglePlay-Store umgeschaut und mehrere Apps durchgetestet. Da gibt es zum Beispiel die App MapMyDogWalk für Hundebesitzer, MapMyRide für Radfahrer oder MapMyWalk für Läufer und Walker. Mein persönlicher Favorit war die App MapMyHike für Wanderer und Walker - ist aber sicher nur meine persönliche Meinung. Wer einfach nur seinen Puls messen will, ohne Trainingsstrecken aufzuzeichnen, ist auch mit der App BLE Heart Rate Monitor gut bedient.

Sämtliche getesten Apps haben ohne Probleme die Bluetooth-Verbindung hergestellt - das ist schon mal ein dicker Pluspunkt.


Stört der Pulsmesser beim Laufen?


Wie bei jedem Pulsmesser hat man auch beim getesteten BeetsBlu einen Brustgurt um - das ist, wenn man es nicht gewöhnt ist, im ersten Moment vielleicht etwas störend. Erstaunlicherweise denkt man aber schon bald während des Sports gar nicht mehr daran.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Pulsuhren ist jedoch das Mitführen eines Smartphones für die Nutzung unabdingbar. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass man die gesamte Trainingseinheit je nach App aufzeichnen und sich sogar akkustisch warnen lassen kann, wenn man den aeroben Bereich verlässt. Nachteil ist eben das Handy, das man in der Tasche haben muss.

Ich persönlich empfand das beim Nordic-Walking oder beim normalen Spaziergang nicht schlimm, da ich eh nicht ohne Handy los gehe, allerdings habe ich von mehrerer Joggern gehört, dass sie nie ein Mobiltelefon zum Laufen mitnehmen und dementsprechend mit dem BeetsBlu nichts anfangen konnten. Wie bei so vielem im Leben ist das sicherlich eine Frage des Geschmacks.



Preis und Bezugsquellen


Der BeetsBlue SmartCardio Pulsmesser kostet um die 35 € und ist über Amazon erhältlich.


Fazit: Top oder Flop?


Wir hatten im Test nichts am SmartCardio auszusetzen. Das Gerät hat sich einwandfrei mit unserem Smartphone verbunden und ohne Probleme mit sämtlichen vorgeschlagenen Apps gearbeitet. Allerdings: Die Bedienungsanleitung könnte etwas ausführlicher gestaltet sein.

Wir vergeben für das BeetsBlu SmartCardio 4,5 von 5 Punkten.




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