[Test] Beets BLU Schlüsselfinder

Wer kennt das Problem nicht? Man will aus dem Haus gehen und findet partout den Schlüssel nicht, weil man ihn in Gedanken anstatt ans Schlüsselbord einfach irgendwo hingelegt hat. Lästige Suchereien verspricht der Beets BLU Schlüsselfinder zu ersparen. Das ist ein kleiner Sender, den man sich an den Schlüsselbund machen kann und der sich mit einer App auf dem Smartphone verbindet und so orten lässt.

Ist das Gerät alltagstauglich? Wir haben's getestet.


Was man alles so verlieren kann...


Der Beets BLU Schlüsselfinder - auch PagerTag genannt - wurde uns kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Bevor das Paket ankam, hatte ich schon Zeit, mich auf der Firmenhomepage von Beets Blu umzusehen und war von der Idee ganz angetan.

Ich bin zwar nicht der große Schlüsselverlierer, aber dafür suche ich ständig unseren Kater, wenn er mal wieder tagelang durch die Gegend streift. Mir gefiel die Vorstellung, den PagerTag am Halsband zu befestigen und unsere Fellnase dann mit dem Smartphone orten zu können...

Die Suchfunktion des PagerTag ist also nicht auf Schlüssel beschränkt. Grundsätzlich kann man alles Mögliche mit dem Aufspürgerät versehen, zum Beispiel Koffer, Geldbörse, Handtasche, Haustiere - was einem eben so einfällt.


Lieferumfang & App


Im Lieferumfang des Beets BLU Schlüsselfinders befindet sich neben dem Gerät an sich auch die passende Batterie, eine Schlaufe zum Befestigen (zum Beispiel am Schlüsselbund) sowie eine Kurzbeschreibung, die ich etwas zu knapp finde und die ausführlicher hätte ausfallen können. Schon nach dem ersten Durchlesen schwant mir, dass ich vieles wohl einfach ausprobieren muss.

Doch zunächst lade ich mir die App aufs Smartphone. Diese ist unter dem Suchbegriff "pagertag" schnell im Google Playstore gefunden - oder man scannt den in der Beschreibung vorhandenen QR-Code. Die App ist kostenlos und es fallen auch keine Service-Gebühren an, wie ich sie bei anderen Ortungsgeräten schon gesehen habe. Gut!


Smartphone & PagerTag koppeln


Die Verbindung zwischen der App auf dem Smartphone und dem PagerTag wird via Bluetooth hergestellt.

Dazu muss Bluetooth aktiviert sein bzw. beim Verbindungsversuch wird nachgefragt, ob die Bluetooth-Verbindung zugelassen wird.

Man kann nun dem angeschlossenen PagerTag auch einen anderen Namen geben und sogar mehrere Tags anschließen. Einen nennt man dann zum Beispiel "Hausschlüssel", den nächsten "Koffer" usw.



Einstellungen & Aktionen


Steht die Verbindung, kann man verschiedene Einstellungen vornehmen und diverse Aktionen ausführen.

Grundsätzlich arbeitet das Gerät so, dass Smartphone und PagerTag innerhalb eines gewissen Radius zueinander stehen müssen, um Kontakt zu haben. Dieser Radius kann allerdings sehr variieren. So ist in der Beschreibung von bis zu 65 Metern in offenem Gelände die Rede. Ich habe es draussen ausprobiert und bin in bewohnter Umgebung, d. h. mit Häusern, Autos und Bäumen auf 20 Meter gekommen. Innerhalb eines Hauses kann sich dieser Radius nochmals verkürzen, je nach Beschaffenheit der Wände (bei Stahlbeton dürfte der Radius wesentlich kleiner sein als bei Holzwänden).

Alarmfunktion

Entfernen sich nun beide Geräte voneinander, kann man entweder einen Alarm nur am Smartphone, nur am PagerTag oder auch an beiden Geräten auslösen. Man kann den Alarm allerdings auch ausschalten. Sowohl der Alarmton am Smartphone als auch am PagerTag sind sehr laut und auffällig, so dass man sie nicht überhören kann. Am Smartphone können verschiedene Alarmsignale ausgewählt werden, zum Beispiel eine Alarmsirene, ein Hahnenschrei etc.

Außerdem kann man manuell am Smartphone einen Piepsalarm des PagerTag auslösen. Bei bestehender Verbindung meldet sich dann der PagerTag und man kann ihn somit akkustisch orten.


Fernbedienung des Smartphone

Umgekehrt kann man aber auch einen Knopf auf dem PagerTag drücken und damit eine Aktion auf dem Smartphone auslösen, zum Beispiel ein Tonsignal oder Musik abspielen, ein Foto machen oder eine Tonaufnahme starten.  Zwei Einstellungen können hier vorgenommen werden, eine beim kurzen Klick auf den Knopf des PagerTag und eine Aktion, wenn man den Knopf länger drückt und hält.

Diese "Fernbedienungsfunktion" des Smartphone mag ein nettes Gimmick sein, funktioniert aber nicht, wenn das Smartphone im Standby-Modus läuft. Daher ist diese Funktion für mich unbrauchbar und könnte ersatzlos gestrichen werden.


GPS-Ortung

Die für mich interessanteste Funktion an dem Gerät überhaupt ist die GPS-Ortung.  Leider musste ich feststellen, dass diese wohl nur unter iOS unterstützt wird. Tja, schade, ich habe ein Android-Smartphone und muss daher auf diese praktische Ortung verzichten. Das war's dann wohl mit meiner Idee, meinem Kater den PagerTag zu verpassen.


Letzten Standort anzeigen

Interessant ist allerdings auch die Funktion, den letzten bekannten Standort des PagerTag anzeigen zu lassen, auch wenn dieser nicht metergenau zu sein scheint. Aber So kann man zumindest den Bereich eingrenzen, in dem man suchen muss.

Wurde der PagerTag aber bereits von jemandem gefunden und mitgenommen, hat man schlechte Karten.


Kosten & Bezugsquellen


Der PagerTag kostet derzeit

Der einmalige Anschaffungspreis für das Gerät ist vielleicht nicht super günstig, aber moderat, vor allem, da keine weiteren Gebühren anfallen (vergleichbare Konkurrenz-Modelle verlangen teilweise eine Servicegebühr von bis zu 4 € pro Monat).

Fazit


Um die Funktionen des PagerTag im vollen Umfang nutzen zu können, muss erstens Bluetooth immer eingeschaltet sein und zweitens man am Besten ein iPhone besitzen. Unter Android läuft die GPS-Ortung nicht, was leider aber das Interessanteste am PagerTag wäre.

So ist der Beets BLU Schlüsselfinder wirklich nur zu empfehlen, wenn man per Alarmton gewarnt werden möchte, wenn man sich mit dem Smartphone zu weit vom PagerTag entfernt.

Eine Verbesserung der App bzw. eine Weiterentwicklung, um den PagerTag auch für Android-Nutzer interessanter zu machen, wäre wünschenswert.



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