Checkliste: Camping mit Baby

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Ein Campingurlaub mit Säugling? Klar, warum nicht! Wenn man einige Punkte beachtet, kann Camping mit dem frischen Nachwuchs sogar recht unkompliziert und entspannend werden. Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, die die Planung und das Leben mit Baby auf dem Campingplatz leichter machen!



Tipp #1: Auswahl des Campingplatzes


Bevor man in den Urlaub startet, gilt der Wahl des Campingplatzes ein erhöhtes Augenmerk. Viele Campingplätze sind mittlerweile besonders auf Familien mit Kindern eingestellt und bieten entsprechend kindgerechte sanitäre Anlagen - u. a. mit tollen Wickeltischen, Kinderduschen oder auch Baby-Badewannen. Das macht das abendliche Waschritual oder das Wickeln sehr viel angenehmer.

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Wer im Wohnwagen oder Zelt wickeln möchte, kann dies auf einer Decke, auf dem Bett oder der Luftmatratze tun. Das ist vielleicht etwas umständlicher als auf der heimischen Wickelkommode, geht aber nach einer kurzen Eingewöhnung gut von der Hand.

Eine Wickeltasche, in der man alle Utensilien geordnet dabei hat, ist im Campingurlaub extrem nützlich - sowohl im Wohnwagen oder Zelt als auch im Wickelraum des Campingplatzes. Gefüllt werden kann sie gerne auch mit Probefläschchen - denn diese Größe reicht für den Urlaub meist vollkommen aus!

Manchmal findet man auf Campingplätzen sogar extra Areale für Familien mit (Klein-)Kindern. Hier trifft man auf Gleichgesinnte, die auch mal (nächtliches) Kindergeschrei nicht allzu sehr stört.

So findest du einen kinderfreundlichen Campingplatz

Natürlich kannst du jede einzelne Homepage abgrasen, du kannst dich aber auch auf die Erfahrungen anderer Camper verlassen. Auf dem wohl bekanntesten Bewertungsportal für Campingplätze camping.info kannst du in der Suche direkt eine Vorauswahl bezüglich der Ausstattung eingeben, also zum Beispiel, ob der Platz einen Wickelraum, ein Kinderbad, einen Kinderspielplatz oder einen Streichelzoo hat.

Tipp #2: Stillen im Campingurlaub


Stillen ist nicht nur im Camping die unkomplizierteste Art, einen Säugling zu nähren. Da hat man immer die Milch in perfekter Temperatur dabei... Allerdings ist das Umfeld nicht das gewohnte und der vielleicht lieb gewonnene Sessel, in dem es sich zu Hause wunderbar stillt, kann nicht einfach mit in den Urlaub genommen werden.

Wer im Wohnwagen campt, kann sich auch tagsüber ins bequeme Bett setzen. Ein Stillkissen leistet gute Dienste, wer keines dabei hat, kann auch ein normales Kissen unterstützend hinzuziehen oder ein großes Strandtuch zu einer Wurst zusammenrollen und unter die Arme legen. Selbst ein nur leicht aufgeblasener Wasserball kann hier helfen und Arme und Schultern beim Stillen entlasten.

Ein bißchen mehr Improvisationstalent ist vor allem auch beim Zelten gefragt. Als nützlich haben sich hier Faltstühle erwiesen, manche Mamas stillen aber auch einfach im Schneidersitz oder - ganz entspannt für Mutter und Kind - im Liegen.


Tipp #3: Das richtige Wasser für Säuglingsnahrung


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Wer nicht stillt, sondern sein Baby via Flasche ernährt, wird im Campingurlaub vor ganz neue Herausforderungen gestellt.

Zu allererst: Welches Wasser nehme ich für die Zubereitung des Fläschchens?

Auch, wenn auf den meisten Campingplätzen Trinkwasser aus dem Hahn gezapft werden kann, ist dieses nicht unbedingt für das Bereiten von Säuglingsnahrung geeignet. Selbst zu Hause ist hier Vorsicht geboten, denn auch, wenn die Analysewerte des örtlichen Wasserwerkes Spitzenwerte aufweisen, so bedeutet das nicht, dass aus dem Hahn wirklich einwandfreies Wasser tropft.

Denn - und das wissen nur die wenigsten Verbraucher - die Wasserwerke müssen nur die Werte bis zum Hausanschluss garantieren. Alles weitere ist Sache des Hauseigentümers! Alte Rohre - zum Teil noch aus Blei - können das beste Trinkwasser unbrauchbar machen. Zu Hause kann man so etwas per Wasseranalyse testen, für den Urlaub auf dem Campingplatz ist das erstens zu kostspielig und dauert zweitens auch zu lang.

Daher ist es besser, abgepacktes, säuglingsgeeignetes Trinkwasser (maximal 10 mg Nitrat pro Liter) mitzunehmen.

Erwärmen könnt ihr das Wasser übrigens in einem normalen Wasserkocher - wenn ihr keinen Stromanschluss im Zelt oder Wohni habt, geht das auch notfalls in der Gemeinschaftsküche oder in den sanitären Einrichtungen. Auch auf dem Campingkocher kann man das Wasser erhitzen, sollte dafür aber einen eigenen Topf mitnehmen.


Tipp # 4: Nacht-Fläschchen vorbereiten


Nichts ist schlimmer und nervenaufreibender, als für das nächtliche Fläschchen erst mühsam das Wasser zu erwärmen. Das Babygeschrei kann nicht nur die eigene Nachtruhe empfindlich unterbrechen, sondern auch den Nachbarn den Schlaf rauben. Ein einfacher Trick - der überdies auch für zu Hause wunderbar andwendbar ist:

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Abends Wasser kochen und heiß in eine Thermoskanne füllen. In einer anderen Thermoskanne kaltes Wasser (abgekocht) bereitstellen. Die benötigte Menge Milchpulver bereits in die Nuckeflasche füllen und alles bereitstellen. Wenn dann nachts der Babyalarm losgeht, kann mit dem inzwischen nur noch warmen Wasser ganz schnell das Fläschchen zubereitet werden. Das kalte Wasser nur nehmen, um die eventuell noch zu hohe Trinktemperatur anzugleichen.


Tipp #5: Fertig-Brei oder Selbstgemachtes?


Ganz klar: Ein Brei-Gläschen hat seine Vorteile, wenn es auf Reisen geht. Das Essen kann schnell serviert werden und es muss nichts extra gekocht werden. Für einen Kurztripp ist das auch ganz okay. Leckerer als die Fertignahrung aus dem Glas ist aber immer noch der selbstgemachte Brei. Und das ist eigentlich gar nicht so aufwendig!

Wenn ihr für euch selbst kocht, könnt ihr (unbedingt VOR dem Würzen) zum Beispiel Gemüse und Kartoffeln für das Kind beseite legen und mit einer Gabel zerquetschen. Auch ein Pürierstab leistet hier beste Dienste und wiegt nicht die Welt im Urlaubsgepäck.


Tipp #6: Spielzeug


Sicher - ein bißchen Spielzeug gehört ins Urlaubsgepäck. Aber muss es gleich das ganze Kinderzimmer sein? Bestimmt nicht!

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Ein paar ausgesuchte Lieblingsspielzeuge und - natürlich - das liebste Kuscheltier müssen einfach mit, alles andere ergibt sich vor Ort. Es gibt ja so viel Neues zu entdecken und zu sehen! Größere Kinder gehen eh lieber mit ihren neuen Spielkameraden auf Entdeckungstour - und selbst Alltagsgegenstände können mit ein paar Ideen zum Spielzeug umfunktioniert werden.

Wie spannend kann doch das Kochgeschirr sein oder eine einfache Schüssel mit Wasser, in der das Kind nach Herzenslust matschen darf?


Tipp #7: Outdoor-Krabbeldecke


So schön Krabbeldecken auch sind - outdoorgeeignet sind sie nur bedingt. Direkt auf die - vielleicht noch feuchte - Wiese mag man sie sicherlich nicht legen, zumal nicht nur die Feuchtigkeit und der Dreck, sondern auch die Kühle des Bodens in die Decke ziehen können.

Picknickdecken eignen sich hervorragend als Outdoor-Krabbeldecke. Sie sind erstens größer und haben in der Regel eine wasserdichte Unterseite, die im besten Fall sogar noch isolierend wirkt. Hierauf kann man dann auch noch die "normale" Krabbeldecke legen, wenn man mag. Aber auch, wenn das Kind von der Picknick-Decke nicht herunterfallen kann, sollte es nicht unbeaufsichtigt gelassen werden - denn das Gras am Rande der Decke lädt auf verführerische Weise zum Entdecken ein ;-)


Habt ihr noch mehr Tipps? Dann her damit!
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