Bargeld abheben im Ausland – wie’s kostengünstig geht

Man mag ja vom Euro halten was man will – eines hat er sehr viel einfacher gemacht, und zwar das Zahlen im europäischen Ausland.

Was war das früher immer ein Theater, bevor man in Urlaub fahren konnte. Schon ein Schritt über die Grenze brachte viele Überlegungen im Vorfeld aufs Trapez: Wie ist der Umtauschkurs, wieviel Geld wechsle ich vorab, wo kann man am Urlaubsort umtauschen? Fast schon kriminell wurde es, machte man eine Reise durch mehrere Länder. Da war die Geldfrage geradezu eine logistische Meisterleistung!

Die jüngeren Leser meines Blogs schütteln an dieser Stelle wahrscheinlich ungewollt mit dem Kopf oder kennen dieses Dilemma nur von Reisen außerhalb Europas oder bestenfalls in die Schweiz.

Heute genügt in den meisten Fällen das Geld, welches man im Portemonnaie hat – zumindest für die erste Urlaubszeit. Wechseln muss man nun nicht mehr. Aber Nachschub braucht man mit Sicherheit.

Praktischerweise findet man heute fast auf jedem Campingplatz einen Geldautomaten. Genau beäugen sollte man hier, welche Karten dieser akzeptiert und welche Gebühren der Betreiber verlangt. Oftmals ist es nämlich günstiger, ins nächste Städtchen zu fahren und dort in den ansässigen Banken die Geldautomaten zu benutzen. Doch wer nicht aufpasst, kann auch hier ordentlich Federn – ich meine Geld – lassen.

EC-Karte

Daheim ist man es gewohnt, mit der EC-Karte kostenlos Geld abzuheben, solange man sich an den Geldautomaten des eigenen Bankverbundes bedient. Hier gibt es 3 große Bankenverbunde:

  • In der Cash-Group sind die Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank und die Postbank sowie deren Tochterunternehmen zusammengefasst und bieten ein deutschlandweites Netz von etwa 9.000 Geldautomaten sowie Bargeldabhebung an den Kassen von ca. 1.300 Shell-Tankstellen.
  • Im sogenannten Cash-Pool stehen den Kunden verschiedener Banken (z. B. Sparda-Bank, Wüstenrot, Targo-Bank, Santander und viele kleinere Banken) rund 2.900 Geldautomaten inländisch zur Verfügung.
  • Kunden der Sparkasse können sich an bundesweit gut 25.000 Geldautomaten mit Bargeld versorgen.

Zwar ist der Gang zum Geldautomaten auch in der Euro-Zone mit der normalen EC-Karte möglich, das kostet aber in der Regel zusätzliches Entgelt.

So berechnet zum Beispiel die Sparkasse für Geldabhebungen im Ausland – gleich, ob es sich um ein Land der Euro-Zone (EWR) oder um das übrige Ausland handelt – pro Abhebung satte 6,- €. Wer also mit der Ec-Karte hier Geld abhebt, sollte einen großen Betrag und nicht viele kleine auswählen, um Gebühren zu sparen.

Kreditkarte

© xedos4 / Freedigitalphotos.net

Eine andere Möglichkeit, sich auf Reisen mit Bargeld zu versorgen, ist eine Kreditkarte. Hier gibt es eine Vielzahl an Anbietern, die alle unterschiedliche Preismodelle haben.

Wer die Kreditkarte braucht, um im Ausland kostengünstig oder gar kostenfrei Bargeld abzuheben, kann sich auf kreditkartebilliger.de einen guten Überblick verschaffen. Manche Kreditkartenanbieter versorgen einen mit kostenlosem Bargeld, dafür wird aber beim bargeldlosen Zahlen ein (prozentualer) Aufschlag fällig. Hier muss bzw. kann man die Wahl an die eigenen Bedürfnisse anpassen und das für sich das Richtige aussuchen.

Eine niedrige prozentuale Abhebe-Gebühr gekoppelt an
einen Mindestbetrag ist nicht immer die beste Wahl.
So fallen bei einer Gebühr von 2 % und einer
Mindestgebühr von 5,50 € bei der Abhebung von
realistischen 50 € tatsächlich satte 11 % Gebühren an! 

Wichtig bei der Wahl der Kreditkarte sind aber auch folgende Kriterien:

  • Zinshöhe für die Rückzahlung
  • Rückzahlung in Raten möglich oder nicht
  • Rückzahlungszeitraum

Karten gut gemischt

Ein guter Mix für das kostengünstige Geldabheben im Ausland hängt also von der Zusammenstellung der Karten ab. So ist das Abheben von Bargeld mit der richtigen Kreditkarte im Ausland oft kostenlos. Mit einer EC-Karte des Sparkassen-Verbundes ist dagegen das bargeldlose Zahlen in der Euro-Zone kostenlos.

Da aber jede Bank hier ihr eigenes Süppchen kocht und andere Gebühren verlangt, ist dieser Artikel nicht als Non-Plus-Ultra zu verstehen, sondern nur als Anregung, sich mit dem eigenen Kostenmodell auseinander zu setzen und die passendste und günstigste Lösung zu finden.


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