Energieverbrauch im Wohnwagen: So kann man Kosten senken & die Umwelt schonen

Energie sparen
© Danilo Rizzuti / Freedigitalphotos.net
Nachdem wir letztes Jahr auf einem Campingplatz waren, bei dem der Strom nicht inklusive war, sondern nach Verbrauch abgerechnet wurde, haben wir beschlossen, den Wohnwagen energiesparend umzurüsten. Nicht, dass wir allzu viel verpulvert hätten - aber bisher haben wir uns nie mit dem Thema beschäftigt, da die Stromkosten stets im Standplatzpreis inbegriffen waren.



Bilanz ziehen: Wo wird zu viel Energie verbraucht?


Zunächst müssen wir uns natürlich bewusst machen, wo wir wie viel Energie verbrauchen - und wo es im Umkehrschluss möglich ist, mit wenigen und günstigen Maßnahmen den Verbrauch zu senken. Denn neben dem Einspareffekt im nächsten Urlaub sollte selbstredend auch immer der positive Effekt auf die Umwelt eine Rolle spielen.


  • Beleuchtung:
    Sämtliche Glühbirnen im Wohnwagen wurden umgerüstet - zum Teil fanden sich hier noch 60-Watt-Birnen, die wir bei uns zu Hause schon lange verbannt hatten. Anstelle dieser Stromfresser wurden sparsame, moderne LED-Lampen mit SMD-Technik* verbaut. LED-SMD-Lampen erkennt man an den gelben Leuchtplättchen. Die Leuchtkraft ist mit der schlappen Ausbeute der LED-Lampen erster Generation nicht mehr vergleichbar.

    Und der Energieverbrauch ist unschlagbar: Wo zuvor eine 60-Watt-Birne den Raum erhellte, werden mit LED-SMD gerade noch 4 Watt benötigt. Insgesamt wurden im Innenraum des Wohnwagens 4 Lampen ausgetauscht, zusätzlich noch eine Außenleuchte im Vorzelt. Die Lampen haben wir überdies im Ausverkauf im Baumarkt (wegen Schließung) günstig für insgesamt knapp 10 € erstanden - eine "Investition", die sich also gelohnt hat. Aber auch im Internet kann man günstig an solche LED-Lampen kommen - einfach mal nach Angeboten Ausschau halten!

  • Kühlschrank / Kühlbox:
    Wie man mit wenigen Mitteln die Leistung des Absorber-Kühlschrankes erhöht und dabei gleichzeitig Energie einspart, haben wir ja bereits in diesem Blogartikel beschrieben. Aber oft bleibt es nicht dabei: Eine elektrische Kühlbox - bei uns vorzugsweise für die Kühlung der Getränke eingesetzt - ist meist auch mit an Bord.

    Unsere Kühlbox ist schon ein paar Jahre alt und wir haben uns nie wirklich Gedanken um ihren Verbrauch gemacht. Moderne Kühlboxen* verbrauchen etwa 50 Watt. Auf einen 3-wöchigen Urlaub gerechnet ergibt sich so ein Verbrauch von etwa 25 kwH - das wären bei 50 Cent pro kwH (gängiger Preis auf dem Campingplatz) also 12,50 Euro für den ganzen Urlaub. Ein doppelt hoher Verbrauch schlägt hier auf den ersten Blick nicht ganz so schlimm zu Buche - aber es rechnet sich nach wenigen Urlauben, wenn man bedenkt, dass man für unter 50 Euro gute und sparsame Geräte bekommt.


  • Kochen:
    Wir grillen ganz oft und benutzen dazu unseren guten alten Gasgrill*, auf dem man auch kochen kann. Hier verbrauchen wir also keinen Strom. Allerdings haben wir auch eine mobile Kochplatte dabei, auf der oft geköchelt wird. Bei der Anschaffung haben wir damals auf den Energieverbrauch geachtet und uns bewusst für eine Induktionsplatte* entschieden, bei der das Essen binnen weniger Minuten - manchmal nur Sekunden je nach Füllhöhe des Topfes - zum Kochen gebracht werden kann. Aber Vorsicht: Unbedingt dabei bleiben, sonst brennt das Essen ratzfatz an!


  • Innenraum-Kühlung:
    Wichtiges Thema vor allem in südlichen Gefilden ist die Innenraumkühlung. Klimageräte sind hier erste Wahl - verbrauchen aber auch meist viel Strom und laufen vor allem den ganzen Urlaub durch. Hier lohnt sich ein Blick auf den Energieverbrauch und meist rechtfertigt sich auch der etwas höhere Preis für ein sparsames Gerät. Braucht man es nicht ganz so "frostig", reichen auch ein paar kleinere Tricks, um den Innenraum des Wohnwagens etwas runterzukühlen.

    Zu aller erst: Standortwahl! Ein Wohnwagen in der prallen Sonne heizt natürlich mehr auf als einer, der unter schattigen Bäumen geparkt wird. Wenn zumindest die Front- oder Heckscheibe des Campers tagsüber beschattet werden kann, kann man mit ein oder zwei Tischventilatoren kühlere Luft von der Schattenseite "ansaugen" und zur anderen Seite herauswirbeln. Auch hier gilt: alte Geräte gehören energietechnisch auf den Prüfstand und sollten ggf. gegen neue, sparsamere Geräte ausgetauscht werden. Auch die Umluftanlage des Campers kann hilfreich sein, wenn man den Windschutz nämlich nicht an der Vorzeltseite einzieht, sondern an der Außenseite - dann hat man nämlich unter dem Wohnwagen beschattete und kühlere Luft, die mit der Umluftanlage angesaugt werden kann.


  • Unterhaltungselektronik:
    Ein Thema, das in den letzten Jahren eine immer größere Rolle spielt. Zu unserem Leidwesen sind die Wohnwagen und Wohnmobile heute geradzu vollgestopft mit Fernseher & Co. Mal abgesehen davon, dass dies nicht zur Konversation beiträgt, sondern eher dazu, dass die meisten Camper sich abends in Ihre Kojen zurückziehen, steigt hierdurch natürlich auch der Energieverbrauch.  Die heutigen LED- TV's brauchen zwar nur um die 20 Watt - bei 4 Stunden am Tag fallen hier aber auch wieder etwa 8,40 € auf dem Campingplatz an. Und bei dem Fernseher bleibt es oft nicht: Sat-Receiver, Playstation, Computer und andere Technik summieren sich zu einer feinen, aber kleinen Summe. Wir persönlich haben gerade mal ein Radio dabei - und selbst das läuft so gut wie gar nicht ;-)



* Werbelink


Habt Ihr noch Tipps, wie man Strom im Wohnwagen
oder generell im Campingurlaub sparen kann?
Schreibt uns doch einen Kommentar!


PresseEcho.de

Kommentare:

  1. Nicht nur im Wohnwagen lässt sich Energie einsparen. Mit einer Energieberatung kann man aus seiner Wohnung, Haus, Wohnmobil noch viel herausholen und schont somit gleich einmal die Natur. Was will man mehr!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, Energie sparen ist eben ein weites Feld. Da kann man gar nicht genug Tipps geben. Daher habe ich den Kommentar mit der Verlinkung zum Portal auch gerne freigeschaltet :-)

      Löschen
  2. Wirklich spannend. Hatte mich noch nie so mit diesem Thema beschäftigt.

    Michi von Bester Stromanbieter

    AntwortenLöschen

Kommentare sind für uns das Salz in der Suppe - mit ihnen bekommt unser Blog erst den runden Geschmack.
Deshalb freuen wir uns, wenn du hier deinen Gedanken freien Lauf lässt.